Für Interessierte:
Hier findet ihr einen ausführlichen (42 Minuten) Vortrag von mir zur Entstehung des Taekwondo.

 

Taekwondo Fachausdrücke koreanisch/deutsch

Aktuell arbeite ich daran, alle Techniken mit den Hangul (Koreanische Schriftzeichen) Symbolen zu benennen. Ein langwieriger Prozess. Aber ich bleibe am Ball! ;-)


Was bedeutet Taekwondo  태권도 ?

Tae: beinhaltet alle Fuß/Beintechniken
Kwon: wörtlich "Faust" beinhaltet alle Hand/Armtechniken
Do: "Der Weg" im Sinne der asiatischen Philosophie. (Reifeprozess!)

   

Die sieben Tugenden des Taekwondo

Gerechtigkeit - tschong ui

Höflichkeit - jä ui

Ehrgefühl - jom tschi

Geist der Einheit - tschong sin tong il

Unermüdlichkeit - back zul bul gul

Geduld - in nae

Bescheidenheit - kyom son

 

Taekwondo kommt aus Korea. Somit werden Kommandos und Techniken beim Training auf Koreanisch verwendet. Es gibt einige Varianten, die koreanischen Hangul Symbole (koreanische Schriftzeichen) zu transkribieren (bedeutet, „umschreiben“ bzw. „übertragen“. Gemeint ist meist das Übertragen von Worten in ein anderes Schriftsystem mit dem Ziel, den Klang der Ausgangssprache weitestgehend beizubehalten). Es gibt alte und neue Varianten. Sicher bin ich nicht mit allen Bezeichnungen auf dem aktuellstem Stand, aber die "Lautschrift" sollte bei allen Wörtern erkennbar sein.
 Leider habe ich auch nicht zu allen Wörtern die korrekte Hangulform. Aber ich arbeite ständig weiter daran.

   

Inhalte des 태권도 Taekwondo

기본 연습 Gibon Dongjak/Yeonsup: Gibon Dongjak ist der Überbegriff für die Grundtechniken Yeonsup bedeutet soviel wie, einzelne Techniken werden mehrfach hintereinander ausgeführt und wiederholt geübt

 품새 Poomsae: Taekwondo Bewegungsformen (17 Stück)
 

분해 Boonhae: Die Techniken der Poomsae anwenden, im Sinne von „Zerlegen“ und „Analysieren“. Was die wörtliche Übersetzung von Boonhae ist. Identisch mit dem japanischen Wort "Bunkai" in den Karate Katas.

한 분겨루기 Hanbon Kyorugi: Einschrittkampf (es gibt auch dubon oder sebon kyorugi: Zweischritt/Dreischrittkampf)

겨루지 Kyorugi: Freikampf

호신술 Hosinsul: Selbstverteidigung

격파 Kyokpa: Bruchtest

Allgemeine Begriffe und Zahlen

도장 Dojang: Taekwondo Trainingsraum

도복 Dobok: Taekwondo Anzug

띠 Ty: Taekwondo Gürtel

Taekwondoin: jemand die/der Taekwondo betreibt

교사(님)Kyosa(nim): Trainer/Lehrer (1-3Dan) Das Wort "nim" ist eine Höflichkeitsform, gegenüber älteren / höher gestellten  

사범(님) Sabeom(nim): Meister (ab 4 Dan) Sabeom heißt Meister. Das Wort "nim" ist eine Höflichkeitsform, gegenüber älteren / höher gestellten
급 Kup: Schülergrad ( Weißer bis Brauner/Roter Gürtel)
단 Dan: Meistergrad (Schwarzer Gürtel)

Zahlen:

1 하나 Hana

2 둘 Dul

3 셋 Set

4 넷 Net

5 다섯 Daseot

6 여섯 Yeoseot

7 일곱 Ilgop

8 여덟 Yeodeo

9 아홉 Ahop

10 열 Yeol

11 열하나 Yeol Hana

12 열둘 Yeol Dul usw.

20 스물 Seumul

21 스물 하나 Seumul Hana usw.

100 백 Baek

Ordnungszahlen:

1´te, 2`te, usw.

일 il이 ih삼 Sam사 Sa오 oh육 Yuk칠 Chil팔 Pal구 Ku십 Sip

   

Der Einsatz des Körpers, Prozesse im Körper und des Danjun* (Energiefeld)
기합  Ki-hap: Allgemein, einfach nur der "Kampfschrei". Aber es ist etwas komplexer. Kurz beschrieben Ki: Geistes- u. Körperkraft Hap:
auf einen Punkt konzentrieren. Wenn man eine Technik korrekt ausführt, kommt es am Ende der Technik zum
schockartigem Anspannen sämtlicher Muskeln (Yu/Gang*), physische und psychische Energiekonzentration. Da man dabei ruckartig und feste ausatmen muss, entsteht so der Kampfschrei. Quasi "vertonte" Atmung.유강  Yu/Gang:  weich und starr Kurz gesagt der Weg einer korrekten Technik. Man fängt z.B. einen Fauststoß mit entspannter Muskulatur an und spannt die Muskulatur am Endpunkt schockartig an.완급 Wan/Geup: langsam und schnell Diese Begriffe beschreiben das Tempo einer korrekten Technik. Wan so viel wie langsam/verlangsamen, beschreibt das Prinzip, dass die Technik am Ende nicht so schnell (Geup) wie am Anfang ist. Aber je entspannter die Muskulatur am Anfang um so schneller kann man z. B. einen Fauststoß ausführen. Durch das Zusammenspiel von Wan/Geup und Yu/Gang erhält man also eine korrekte Technik. Man kann diesen ganzen Prozeß zusammenfassen mit 결정 Gyeoljeong (Keljeong) Was so viel wie entscheiden/das Entscheidende bedeutet. Im Falle einer finalen/korrekten Technik als die entscheidende Technik bezeichnet werden kann.
Dan jun:
so viel wie Energiefeld, welches unterhalb des Bauchnabels sitzt (es gibt 3 Stück)
당기 손 Dangki Son: Das zurückziehen der Hand. Gichin Funahoshi (Begründer des Shotokan Karate) hat folgendes über „die zurückziehende Hand“ geschrieben: "Hiki te soll den eingehenden Schlag des Gegners verwenden und ihn außerhalb seiner Reichweite ziehen und gleichzeitig drehen, um den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen."
Aber das Zurückziehen oder auch die sogenannte Gegenzugbewegung sind äußerst wichtig für die optimale Ausführung von Techniken! Sie verleiht der Hauptbewegung, egal ob eine Verteidigungs- oder eine Angriffstechnik, die maximale Kraft und sorgt dafür, dass die Körpermitte nicht ausbricht!

 

Körperaufteilung

얼굴  Olgul: (eoulgul:Gesicht) oberer Teil des Körpers, d.h. über Schlüsselbein (Kopf + Hals)

몸통 Momtong: (Torso) mittlerer Teil des Körpers, d.h. Schlüsselbein bis Nabel (Rumpf)

아래  Arae: (Unterleib) unterer Teil des Körpers, d.h. unter Nabel bzw. Gürtel (Hüfte + Beine)

 01.Kommandos beim Training (ich schreibe die Bezeichnungen wie man sie allgemein ausspricht (Lautsprache), nicht immer in korrekter Schreibweise)

Traditionelle Bergüßungszeremonie die nicht mehr häufig im modernen Taekwondo genutzt wird:
- murup-goreo/oder anjda: Abknien/in den Fersensitz

- nun-gameo/jip-joong: Augen schließen/Konzentration auf den vor einem liegenden Unterricht
- nun-ddeo: Augen öffnen

- ireona: Aufstehen

Gängige  Bergüßungszeremonie:

- 국기에대하여 경례 Guk-gi-e dae-ha-yeo gyeong-nye: Grüssen der Landesflagge  

- 차렷 경례 Cha-ryeot gyeong-nye: Achtung-verbeugen

- 사범님께 경례 Cha-ryeot Sabeom-nim-kke gyeong-nye: Achtung-Meister-verbeugen (Sabom: Meister, Nim: Höflichkeitsform für Ranghöhere oder Ältereim Sinne von"älter" als man selbst) )

- Cha-ryeot- Kyosa-nim-gyeong-nye: Achtung-Lehrer-verbeugen

Ein paar Kommandos:

- 준 비 junbi: Vorbereiten

- chuuangwhu: Zueinander drehen

- dwiotora: Umdrehen

- sijak: Anfangen

- kalyo: Auseinander

- guman: Ende

- baro: Zurück zur Ausgangsposition

- chow: Entspannen, lockern

kuryong-opschi: Ohne Kommando

- kuryong-matschuo: Mit Kommando

(nicht alle Taekwondo- Kommandos sind hier aufgeführt)

 !!! WICHTIG!!! Ich beschreibe die Ausführung der Techniken mit meinen eigenen Worten! Zugegeben, das ist teilweise sehr verwirrend! Wenn man die Techniken bereits kennt, dient es als Unterstützung. Versucht besser nicht, anhand meiner Beschreibung die Technik zu lernen! Dafür ist euer Trainer/Meister zuständig, oder in Teilen auch gerne die Videos auf meinem YouTube Kanal "Private Dojang" (zu finden im Link Bereich meiner Seite).

   

Fußstellungen:

- moa-seogi: geschlossene Stellung/ Fußinnenkanten berühren sich (z.b. charyot)

- naranhi-seogi: Parallelstellung/ Füße sind eine Fußlänge auseinander/ die Zehen zeigen gerade nach vorne (z.b. junbi)

- pyonhi-seogi : wie naranhi/ nur das die Zehen leicht nach außen gerichtet sind

- ap-seogi: Schrittstellung nach vorne/ der hintere Fuß zeigt  30°nach außen/ der vordere Fuß zeigt gerade nach vorne/ eine Fußlänge zwischen den Füßen Abstand (von den Zehen des hinteren Fußes bis zur Ferse des vorderen Fußes)  /die Fersen sind auf einer Linie

- ap-kubi: gebeugte Vorwärtsstellung/ Länge 1,5 Schritte nach vorn, zwischen den Füßen/Beinen, eine Fußbreite Abstand (leichte Variation, je nach Körpergröße) / das hintere Bein ist durchgedrückt und der Fuß zeigt ca. 30° nach außen, das vordere Bein ist gebeugt, das Knie soweit beugen das die Zehenspitzen von oben nicht mehr zu sehen sind

- dwit-kubi: Rückwärtsstellung/ Füße L Form: hintere Fuß zeigt 90° nach außen/ vordere Fuß eine Schrittlänge nach vorne und zeigt gerade nach vorne/ die Ferse des hinteren Fusses und die Fußaussenkante des vorderen Fusses, befinden sich an einer (gedachten) Linie/ das hintere Bein beugen,bis Knie und Zehen auf einer Linie sind/ das vordere Bein ebenfalls, leicht beugen (70% des Gewichts auf dem hinteren Bein)

- oreun-seogi/wen-seogi: rechte/linke Stellung/ Füße stehen parallel, eine Fußlänge auseinander/ rechten oder linken Fuß 90° nach aussen drehen (Poomsae Oh-Jang)

- beom-seogi: Tigerstellung/ mit einem Fuß eine Fußlänge nach vorne/ der hintere Fuß dreht 30° nach außen/ der größte Teil des Körpergewicht (nahezu 100%) befindet sich auf dem hinteren Bein/ das hintere Knie wird soweit gebeugt, bis Knie und Zehenspitzen eine Linie bilden/ der vordere Fuß wird auf dem Ballen aufgesetz, dadurch beugt sich das vordere Knie leicht/ der Ballen darf den Boden nur leicht berühren

- juchum-seogi: Reitsitzstellung/ Füße stehen im Abstand von 2 Fußlängen, parallel nebeneinander/ die Zehen befinden sich in einer Linie und zeigen gerade nach vorne/ die Knie werden leicht gebeugt und nach außen gedrückt

- hakdari-seogi: Kranichstellung/ Standbein leicht gebeugt/ das andere Bein wird angezogen, bis das Knie gerade nach vorne zeigt/ der Fuß vom angezogenen Bein wird dicht neben dem Knie des Stanbein platziert und neigt leicht nach unten

- geum-seogi: wie hakdari-sogi, hier den Fuß in die Kniekehle des Standbein drücken

- apkoa-seogi: Kreuzstellung/ ein Bein kreuzt das Andere, nach rechts oder links/ das kreuzende Bein wird dicht vor dem Anderen auf der ganzen Fußsohle aufgesetzt, durch das kreuzen neigt der Fuß 45° nach außen/ beim absetzen des Fußes, wird der hintere Fuß auf den Ballen angehoben, beide Knie beugen sich leicht/ die Schienbeine bilden ein "X" / die Beine drücken gegeneinander

- dwitkoa-seogi: ähnlich wie oben beschrieben/ ein Fuß macht einen Schrit nach vorne, z.B. als Stampf-Angriff auf den Fuß des Gegners, der hintere Fuß zieht nach/ Endposition wie oben beschrieben

- kyorumse-seogi/kyorugi-junbi: Ist die Grundkampfstellung/Freikampf vorbereiten

Die Liste der Fußstellungen ist natürlich nicht vollständig! Wird aber von Zeit zu Zeit bearbeitet!

   

Blocktechniken:

- arae-makgi:(arae Bedeutung: Unterleib/Unterseite) Abwärtsblock mit dem äußeren Handgelenk/ die blockende Faust holt mit dem Faustboden nach unten, über der gegenüberliegenden Schulter aus/ der andere Arm wird für die Gegenzugbewegung schräg nach unten gestreckt/ die Hüfte wird auf der Seite des gestreckten Armes nach hinten gedreht/ dabei wird durch die Drehung, der gestreckte Arm vor den Oberkörper gebracht, unterhalb des Solarplexus, leicht gebeugt, mit dem Faustrücken oben zeigt er in Richtung der gegenüberliegenden Hüfte/  die blockende Faust wird ruckartig(unterstützt durch die Hüftrotation)nach unten geführt, gleichzeitig wird der andere Arm mit der Faust ruckartig zur Hüfte gezogen/ der Block rastet  ca. 2 Faustbreiten über dem Oberschenkel des vorderen Beines ein/ das Wort "arae" bezieht sich auf die untere Körperregion, alles unterhalb des Nabels. Der Oberbegriff für Abwärtsblöcke oder Bewegungen ist Naeryo (Makgi): Abwärts/

Dieser Block kan auch mit der Handkante ausgeführt werden. Sonal-arae-makgi: die gleiche Ausführung, nur das die blockende Hand offen mit der Handinnenfläche, zum Körper gedreht oben an der Schulter ausholt

   

- momtong-(an)-makgi: (momtong Bedeutung: Torso) Oberkörperblock mit dem äußeren Handgelenk(Faustboden-Seite), von außen nach innen/ der blockende Arm wird mittels Hüftdrehung, im 90° Winkel nach hinten geführt/ die Hand ist zur Faust geschlossen und der Faustboden zeigt nach hinten/ der andere Arm wird für die Gegenzugbewegung, ebenfalls mit geschlossener Faust, nach vorne gestreckt/ durch die Drehung der Hüfte zeigt er leicht schräg nach vorne/ die Innenseite der vorderen Faust liegt an einer gedachten Linie zum Solarplexus/ der blockende Arm wird durch zurückrotieren der Hüfte nach vorne gebracht/ der blockende Arm muss bis zur Körpermitte geführt werden und rastet dort ein/ der nach vorne gestreckte Arm wird gleichzeitig mit der Faust ruckartig  zur Hüfte gezogen/ der blockende Arm muss 90-120° gebeugt sein/ die blockende Faust schließt in einer gedachten Linie mit der gleichseitigen Schulter ab/ das Wort "an (anuro)" bedeutet: nach innen/

Dieser Block kan auch mit der Handkante ausgeführt werden. Hansonal-momtong-(an)-makgi: die gleiche Ausführung, nur das die blockende Hand offen mit der Handkante nach hinten zeigt

   

- momtong-bakkat-makgi: Oberkörperblock mit dem äußeren Handgelenk(Faustboden-Seite), von innen nach außen/ der blockende Arm wird mit geschlossener Faust auf die gegenüberliegende Seite des Oberkörpers geschoben/ die Faust liegt mit dem Faustboden zum Körper gedreht, ca.eine Faustbreite unter der Achselhöle/ der andere Arm, für die Gegenzugbewegung, wird über den blockenden Arm geschoben. Die geschlossenen Faust liegt mit der Daumenseite an der gegenüberliegenden Schulter/ der blockende Arm wird nach vorne gebracht, der andere Arm wird ruckartig mit der Faust zur Hüfte gezogen, dabei kreuzen sich die Arme/ der blockende Arm rastet seitlich am Oberkörper ein/
der blockende Arm muss 90-120° gebeugt sein/ die blockende Faust schließt in einer gedachten Linie mit der gleichseitigen Schulter ab/ der Ellbogen befindet sich in einer gedachten Linie über der Hüfte/ wird der Block "olgul" ausgeführt, holt die blockende Faust an der gegenüberliegenden Hüfte aus/ Bakkat  (Bakkuro) bedeutet: nach außen/
Dieser Block kan auch mit der Handkante ausgeführt werden. Hansonal-momtong-bakkat-makgi: die gleiche Ausführung, nur das die blockende Hand offen mit der Handkante zum Körper ausgeholt wird

 

- anpalmok-momtong-bakkat-makgi: Oberkörperblock mit dem inneren Handgelenk (Daumenseite)/ die gleiche Ausführung wie bei momtong-bakkat-makki (s.o.)/ hier wird allerdings die blockende Faust mit der Daumenseite zum Körper gedreht ausgeholt und zeigt auch beim einrasten des Blocks mit der Daumenseite nach außen/
Dieser Block kan auch mit der Handkante, in diesem Fall der Handinnenkante ausgeführt werden. Hansonaldung-momtong-bakkat-makgi: die gleiche Ausführung, nur das die blockende Hand offen mit der Handinnenkante zum Körper ausgeholt wird

   

- olgul-makgi: (olgul/eolgul Bedeutung: Gesicht) Aufwärtsblock mit dem äußeren Handgelenk/ die Faust des blockenden Arms wird mit dem Faustboden zum Körper zur gegenüberliegenden Hüfte geschoben/ der andere Arm wird gleichzeitig für die Gegenzugbewegung, mit der Faust (Faustboden zeigt nach vorne) zur gegenüberliegneden Schulter geschoben/ dabei wird die Hüfte mit der Seite, an der die Blockende Faust ruht, nach hinten gedreht/ bei der zurückrotation der Hüfte, wird der blockende Arm nach oben geführt und der andere Arm mit der Faust zur Hüfte gezogen/ der blockende Arm wird am Kopf , nach oben vorbeigeführt und der Unterarm rastet, indem er ruckartig im Handgelenk nach oben eingedreht wird (der Faustboden wird nach oben gedreht) oberhalb der Stirn ein/ in der Endposition steht der Unterarm schräg über der Stirn, die Faust zeigt schräg nach rechts oder links oben/ der Abstand zwischen Stirn und Arm, nach vorne weist ca. 1 Faustbreite auf/
Dieser Block kan auch mit der Handkante ausgeführt werden. Hansonal-olgul-makgi: die gleiche Ausführung, nur das die blockende Hand offen mit der Handkante an der gegenübeliegenden Hüfte ausgeholt wird

   

- sonnal-geodeureo -makgi(momtong, arae): Block mit Unterstützung, mit der Handkante/ die Hüfte wird auf der gegenüberliegenden Seite des blockenden Arms, nach hinten gedreht/ die blockende Hand wird mit der Hüftdrehung vor den Körper geschoben, die Handkannte zeigt zum Körper und liegt ca eine Faustbreite unter der Achselhöle/ der andere Arm holt mit der offenen Hand (Handrücken oben) nach nach hinten aus, die Fingerspitzen sind auf gleicher Höhe der Schulter/ für den Block werden beigde Arme gleichzeitig wieder nach vorne gebracht/ der blockende Arm geht seitlich am Gesicht vorbei und rastet durch ruckartiges ausdrehen des Handgelenks nach außen (äußere Handkannte blockt) neben dem Körper ein, Ellbogen und Hüfte sind auf einer Linie und die Fingerspitzen sind in Schulterhöhe/ der andere Arm geht vor den Körper/ das Handgelenk der offenen Hand liegt ca eine Handbreite unter dem Solarplexus, die Fingerspitzen zeigen in Richtung Ellbogen des blockenden Arms/ sonnal-arae-makgi wird ähnlich ausgeführt/ Unterschied: die blockende Hand holt an der gegenüberliegenden Schulter aus/ der Block rastet mit der Handkante nach außen ca zwei Faustbreiten über dem vorderen Bein ein/ die andere Hand ruht auch hier mit dem Handgelenk unterhalb des Solarplexus, die Fingerspitzen zeigen nach vorne

   

- hecho-makgi: (bakkat palmok-momtong-hecho-makgi) Doppelblock/Keilblock mit beiden äußeren Handgelenken/ beide Arme werden mit geschlossen Fäusten vor dem Oberkörper, unterhalb des Kinns gekreuzt, die Faustrücken zeigen nach vorne/ der Arm auf der Seite des vorderen Beins ist vorne/ die Arme werden zum blocken wieder auseinander geführt, die handgelenke werden ruckartig mit geschlossener Faust nach außen gedreht/ die Arme rasten mit dem Abstand einer Schulterbreite, mit den Faustböden nach außen vor dem Körper ein/ die Arme sind ca 90-120° gebeugt, die Fäuste befinden sich jeweils in Höhe der Schultern und die Ellbogen zeigen nach unten/

die Ausführung von an-palmok-momtong-hecho-makgi ist ähnlich, nur das hier bei der Ausholbewegung der Fäuste, die Faustböden nach vorne zeigen/ geblockt wird mit den inneren Handgelenken/ die Arme rasten mit der Daumenseite der Fäuste nach außen ein/

die Auführung von arae-hecho-makgi: die Fäuste kreuzen sich mit dem Faustrücken vorne, an den Schultern und werden dann schnell nach unten gestreckt/ die Arme rasten mit den Faustböden nach hinten neben den Oberschenkeln ein (die Arme werden nicht gerade nach unten gestreckt, sondern neigen leicht nach vorne, so dass die Fäuste sich neben dem vorderen Teil der Oberschenkel befinden)  der Abstand der Fäuste zu den Oberschenkeln beträgt ca zwei Faustbreiten

   

- otgoro-arae-makgi: Kreuzblock mit den äußeren Handgelenken/ die Fäuste holen etwas oberhalb der Hüfte aus/ die Fäuste kreuzen sich an den Handgelenken, die Faust auf der Seite an der ausgeholt wird, ist oben/ beide Fäuste werden gekreuzt abwärts gestoßen/ der Block rastet schräg nach unten geneigt in Höhe des Bauchnabels ein/ otgoro-olgul-makgi hat die gleiche Ausführung, nur das die Fäuste hier schräg nach oben in Höhe der Stirn einrasten/ beide Blöcke können auch mit offenen Händen ausgeführt werden

   

- santeul-makgi: Bergblock beide Arme führen anpalmok-olgul-bakkat-makgi die Fäuste (der Faustboden zeigt nach vorne) rasten im 90° Winkel neben dem Kopf ein, die Handgelenke und das Philtrum ( die Stelle zwischen Nase und Oberlippe) sind auf einer Linie/ geblockt wird mit den Außen oder Innenseite des jeweiligen Handgelenks und/oder einem Teil des äußeren oder inneren Unterarms

   

- kumgang-makgi:gleichzeitger Doppelblock nach oben und unten/ der nach oben blockende Arm holt mit der Faust (Daumenseite oben) an der gegenüberliegen Hüfte aus/ der nach unten blockende Arm holt mit der Faust (Daumenseite oben) an der gegenüberliegenden Schulter aus/ der obere Block endet wie bei olgul-makgi beschrieben und der untere wie bei arae-makgi beschrieben.Abweichungen sind allerding wenn der Block in hakdari-seogi ausgeführt wird: dann ist der Kopf am Ende der Technik zu der Seite gedreht, auf der das Bein angehoben ist und der untere Block endet neben dem Oberschenkel (ca zwei Faustbreiten Abstand)/ wird die Technik in dwit-kubi ausgeführt endet der untere Block zwei Faustbreiten über dem Oberschenkel des vorderen Beins/ der Doppelblock kann auch mit den Handkanten ausgeführt werden: sonnal-kumgang-makgi

   

- wesantul-makgi: Doppelblock aus anpalmok-olgul-bakkat-makgi und arae-makgi rechts und links neben dem Körper/ der nach oben blockende Arm beginnt und holt mit der Faust (Faustboden zeigt nach vorne) an der gegenüberliegende Hüfte aus/  die obere Faust (Faustboden zeigt nach vorne) rastet im 90° Winkel neben dem Kopf ein, das Handgelenk und das Philtrum ( die Stelle zwischen Nase und Oberlippe) sind auf einer Linie/ der nach unten blockende Arm wird mit der Faust (Faustboden zum Körper)  an der gegenüberliegenden Schulter ausgeholt und startet, wenn der andere Arm fast in Kopfhöhe ist/ der nach unten geführte Block rastet zwei Faustbreiten neben dem Oberschenkel ein (Die Arme starten NICHT gleichzeitig!)

   

- bantangson-makgi: Block mit dem Handballen/ der Block wird ausgeführt wie momtong-makgi, nur das hier die offene Hand, im Handgelenk nach hinten gebeugt, um den Ballen etwas vorzuwölben, nach hinten ausholt/ der Handballen rastet vorm Oberkörper ein (da wo bei momtong-makgi das äußere Handgelenk beim Block einrastet) / bantasong-nullo-makgi: ähnliche Ausführung/ die blockende Hand holt mit dem Handballen nach vorne, neben dem Kopf ausgeholt/ von dort aus macht sie eine schnelle Druckbewegung nach unten/ der Block rastet mit dem Handballen nach unten ein/ der Abstand vom Körper zur Hand beträgt eine Faustbreite

   

- kawi-makgi: Scherenblock, Doppelblock aus anpalmok-momtong-bakkat-makgi und arae-makki vor dem Körper/
der nach unten blockende Arm wird mit der Faust (Faustboden zum Körper)  an der gegenüberliegenden Schulter ausgeholt, der nach oben blockende Arm holt mit der Faust (Faustboden zeigt nach vorne) an der gegenüberliegende Hüfte aus/ beide Arme führen gleichzeitig die Blockbewegung aus (die Arme kreuzen sich dabei vor dem Körper)/ der nach unten blockende Arm rastet zwei Faustbreiten über dem Oberschenkel ein/ ser andere Arm rastet im 90° Winkel, mit der Faust (Daumenseite außen) auf Höhe der Schulter ein

   

- bada-makgi: absorbierender Block, man nimmt die Wucht des Angriffs auf und nimmt ihm etwas von der Energie, indem man die Technik z.B. mit der Handfläche, Fußsohle oder dem Schienbein "abfängt"

   

Die Liste der Blocktechniken ist natürlich nicht vollständig! Wird aber von Zeit zu Zeit bearbeitet!

 

   

Stoß- und Schlagtechniken:

(Die Stoss-und Schlagtechniken werden nicht in ihrem genauen Ablauf, sondern nur in ihrer Bedeutung, meist selbsterklärend  beschrieben.)

Reihenfolge der Technikbezeichnung, wenn die Technik komplett benannt wird: Körperteil, Richtung und Art der Ausführung (z.B. einSchlag oder ein Tritt) Beim Training werden die Techniken meist abgekürzt.

   

- olgul-jireugi: Fauststoß zum Gesicht (bevorzugt das  Philtrum, das ist dder Teil zwischen Nase und Oberlippe)

- momtong-jireugi: Fauststoß zum Körper (Solar Plexus, Magen)

- arae-jireugi: Fauststoß (alles unterhalb des Nabels)

- yeop-jireugi: Fauststoß zur Seite

- naeryo-jireugi: Fauststoß nach unten (z.B. auf einen zu Fall gebrachten Gegner)

- dollyo-jireugi: Halbkreis Fauststoß (Haken beim Boxe. wird z.B. angewandt wenn der Gegner dicht vor einem steht

- chi-jireugi: Aufwärts Fauststoß (z.B. unter das Kinn)

- sewo-jireugi: Vertikaler Fauststoß

- deungjumeok-ap-chigi: Faustrückenschlag nach vorne- deungjumeok-bakkat-chigi: Faustrückenschlag nach außen

- mejumoek-chigi: Faustbodenschlag

- sonnal-an-chigi: Handkantenschlag nach innen

- sonnal-bakkat-chigi: Handkantenschlag nach außen

- sonnal-mok-chigi: Handkantenschlag zum Hals

- sonnaldeung-chigi: Schlag mit der Handinnenkante

- batangson-chigi: Handballenschlag

- palkup-ollyo-chigi: Aufwärtsschlag mit dem Ellbogen

- palkup-dollyo-chigi: Halbkreisschlag mit dem Ellbogen z.B. zum Kopf

- palkup-naeryo-chigi: Abwärtsschlag mit dem Ellbogen

- psyonsonkkeut-sewo-tzireugi: vertikaler Stich mit den Fingerspitzen (Zeige-,Mittel- und Ringfinger)

Die Liste der Stoß-und Schlagtechniken ist natürlich nicht vollständig! Wird aber von Zeit zu Zeit bearbeitet!

   

Tritttechniken 

(DieTritttechniken werden nicht alle in ihrem genauen Ablauf, sondern teilweise nur in ihrer Bedeutung aber meist selbsterklärend  beschrieben.)

Reihenfolge der Technikbezeichnung, wenn die Technik komplett benannt wird: Körperteil, Richtung und Art der Ausführung (z.B. einSchlag oder ein Tritt). Beim Training werden die Techniken meist abgekürzt.

Die meisten Tritttechniken sind in mehreren Variationen und Kombinationen möglich. (z.B. Gesprungen, gedreht) Ich werde nicht alle erwähen, sondern mich auf die gängigsten und nicht auf die (teilweise sehr) akrobatischen Techniken beschränken. Da die "akrobatischen" Techniken eher für die Show(z.B. 540° Sprungtechniken) und nicht für den Kampf geeignet sind!

   

-앞축 앞차기 apchuk-ap-chagi: Tritt mit dem Fußballen nach vorne

- balnal-yop-chagi: Tritt mit der Fußkante zur Seite (auch mit der ganzen Fußsohle: balbadak-yop-chagi

- baldeung-dollyo-chagi: Halbkreistritt mit dem Fußspann ( auch mit dem Fußballen: apchuk-dollyo-chagi)

- bandal-chagi: eine Mischung aus ap und dollyo chagi (45°Tritt)

- huryeo-chagi: Peitschen oder auch Dreschtritt, wird mit der Fußsohle oder der Ferse in einer weiten Kurve vor dem Körper ausgeführt und zielt z.B auf die Schläfe des Gegners

- naeryo-chagi: Abwärtstritt mit der Ferse oder der Sohle

- mireo-chagi: Schubtritt mit der Fußsohle

-바깥차기 bakkat-chagi: das Bein wird von innen nach außen geschwungen. Getroffen wird mit der Fußaußenkante.

-안차기 an-chagi: das Bein wird von außen nach innen geschwungen. Getroffen wird mit der Fußinnenkante.

- dwi-chagi: Rückwärtstritt, nach hinten eng am Standbein vorbei getretener Tritt mit der Ferse. Auch gesprungen möglich ttwieo-dwi-chagi

- momdollyo-chagi: im Uhrzeigersinn gedrehter Tritt, der Körper wird bei der Technik um 360° gedreht, das hintere Bein führt die Technik aus und setzt wieder hinten ab, z.B. momdolly-huryo-chagi: 360° Peitschentritt (auch dwi-huryo als Kurzform) / Variationen: ban-momdollyo-chagi: der Körper dreht sich um 180°, das hintere Bein führt die Technik aus und wird vorne abgesetzt z.B. ban-momdollyo-yeop-chagi: umdrehen Fußkante treten/ onmomdollyo-chagi: der hintere Fuß macht einen Schritt nach vorne, danach wird der Körper direkt weiter um 360° gedreht, das hintere Bein führt die Technik aus und setzt wieder hinten ab, z.B. onmomdollyo-yeop-chagi

- kullo-chagi: Stampf-Täuschtritt/ das vordere Bein wird angehoben und dann feste auf den Boden gestampft ( das wird gemacht um den Gegner eine Angriffstechnik vorzutäuschen), durch den Schwung beim aufstampfen, wird der Körper nach vorne gebracht, gleichzeitig wird der hintere Fuß zum vorderen Fuß gezogen und der vordere Fuß führt eine Tritttechnik aus z.B. kullo-baldeung-dollyo-chagi

-발붙여차기 balbucheo-chagi: wird ähnlich wie kullo-chagi ausgeführt, nur ohne das Stampfen, der hintere Fuß wird mit einem Sprungschritt (mit Schwung) nach vorne zum vorderen Fuß gebracht, um den Abstand zum Gegner zu verringern, der vordere Fuß führt unterstütz durch den Schwung die Technik aus, z.B. balbucheo-yop-chagi

- geodeup-chagi: eine Technik wird mit demselben Fuß nacheinander ausgeführt z.B. geodeup-dollyeo-chagi, geodeup-ap-chagi oder geodeup-yeop-chagi

- ieo-chagi: der gleiche Tritt wird nacheinander mit beiden Füßen ausgeführt. z.B. ieo-baldeung-dollyo-chagi

- sokkeo-chagi: zwei verschiedene Tritte mit einem Fuß ohne ihn abzusetzen

- ieo-sokkeo-chagi: zwei verschiedene Tritte mit beiden Beinen nacheinander

- dubaldangseong-chagi: beide Füße treten nacheinander im Sprung zum Ziel.z.B. dubaldangseong-ap-chagi, dubaldangseong-baldeung- dollyo-chagi  Das hintere Bein tritt zuerst aber als Finte und noch nicht so hoch. Durch den Schwung des ersten Tritts wird der zweite Tritt, während beide Füße in der Luft sind mit Kraft zum Ziel getreten. 

- narae-chagi: es wird nacheinander mit beiden Füßen bandal-chagi getreten. Der erste Tritt als Finte, nicht vollständig ausgeführt und der zweite im Sprung mit voller Kraft. (ähnlich wie dubaldangseong-chagi)

- dolgae-chagi: Wirbel Tritt/rückwärtsgesprungener Tritt  z.B. linkes Bein vorne. Man dreht sich über rechts 360° das rechte Bein ist schwunggebend, hebt im Knie gebeugt leicht ab (wie wenn man seitlich über ein kleines Hindernis flangt) und das linke Bein führt vorne den Tritt aus, z.B. mit dem Spann oder Ballen

- ttwieo-chagi: gesprungeneTritte, z.B. ttwieo-yop-Chagi, aber auch in vielen anderen Varianten möglich

- nakka-chagi:

- bada-chagi:

- japko-chagi:

- modum-chagi:

- jitjjiki:

- pyojeok-chagi:

   

   

                           Die Tritttechniken werden in Kürze weiter bearbeitet!!!